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Abel, warum hilfst Du Deinem Bruder?

 

Obwohl Kain seinen Bruder Abel mit einem Stein erschlagen hatte, war ihm dieser nicht böse, im Gegenteil, er betete für ihn, versuchte, ihn aus dem Jenseits heraus aufzurütteln, und ihn auf den rechten Weg zu führen. Warum war Abel das möglich?

 

 

Er war mit der göttlichen Liebe verbunden, sah, was geschehen war, warum Kain so handelte
und sein Bestreben war, auch Kain zu Gott zu führen. Er wußte, Gott liebt Kain

ebenfalls und nur das falsche Handeln seines Bruders hatte ihn Gott entfremdet. Es lag nur an Kain, sich Gott zuzuwenden, einzusehen, was er getan hatte, Reue zu empfinden und sich auch der göttlichen Liebe zuzuwenden.

 

Gott liebt den Sünder und verabscheut die Sünde, es ist jederzeit möglich, die

nden abzulegen, zu bereuen und sich Gott zuzuwenden, er wartet nur darauf. Aber es kann nur aus freien Stücken erreicht werden, Zwang nützt gar nichts.

 

Abel wußte darum, es kam ihm gar nicht in den Sinn, sich an Kain zu rächen. Und es brauchte auch nicht das Wort - "Mein ist die Rache spricht der Herr."*) - um ihn davon abzubringen. Er wollte sich nicht auf diese gleiche sündige Stufe begeben, denn das hätte es unweigerlich bedeutet, wenn er sich in irgendeiner Form gerächt hätte.

 

Und so bat er um klare Gedanken für Kain, daß der sich besinnen und der Liebe zuwenden würde, wann immer es möglich war.

 

Daß jemand bereut und sich Gott zuwendet bedeutet aber in erster Linie, daß er Vergebung für möglich hält und sich erst selber vergibt, was er getan hat. Ohne dies hält er es nicht für möglich, daß ihm Gott vergibt und kann sich ihm nicht aus ganzem Herzen zuwenden.

 

 

04. April 2017                                                                                                Gerlinde Bauer

   

 

 

 

 

 

Apostelgeschichten – Luther-Übersetzung

Römer 12,19

 

*)

19. Rächet euch selber nicht, meine Liebsten, sondern gebet Raum dem Zorn

Gottes; denn es steht geschrieben: »Die Rache ist mein; ich will vergelten,

spricht der HERR.«

20. So nun deinen Feind hungert, so speise ihn; dürstet ihn, so tränke ihn. Wenn

du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln.

21. Laß dich nicht das Böse überwinden, sondern überwinde das Böse mit

Gutem.